Mond und Venus

Deutsche Barocklieder
Samstag, 3. März 2018, 19 Uhr
Schaezlerpalais, Katharinenkirche
Das Programm „Mond und Venus“ mit deutschen Liedern und Instrumentalmusik des 17. Jh. spiegelt die innere Haltung der Gesellschaft im Frühbarock wider. Komponisten wie Johann Nauwach, Franz Tunder, Matthias Weckmann, Adam Krieger, Johann Erasmus Kindermann und Johann Christoph Bach vertonen Dichtungen der Zeitgenossen, die gerne Naturphänomene als Metaphern wählten und den Menschen einem unberechenbaren, wechselvollen Schicksal ausgeliefert zeigen. Die bis zur Antike reichende Verbindung von Philosophie, Musiktheorie und Theologie, die Vorstellung von Musik als Abbild der kosmischen Sphärenharmonie prägen nachdenkliche Lieder über Himmel und Erde, virtuose Instrumentalmusik wie auch Liebeslieder dieser Zeit.
ars poetica: Sabine Lutzenberger (Mezzosopran), Theona Gubba-Chkheidze und Andreas Pilger (Barockvioline), Wolfram Oettl (Cembalo und Orgel)

Die Zisterzienser und das Tor zur Welt

Musik der Klöster Europas
SONNTAG, 8. April 2018, 20 Uhr
Kirche Sankt Moritz

Das Programm porträtiert den Mystiker und Zisterziensermönch Bernhard von Clairvaux und zeigt gleichzeitig die auf Schlichtheit und Purismus bedachten einstimmigen Gesänge der frühen Ordensgemeinschaft. Die Musik der Zisterzienser ist uns in Prachthandschriften wie dem Codex Gisle aus dem Zisterzienserinnenkloster Rulle, dem Wonnetaler Graduale aus Kenzingen, so wie den wiedergefundenen Graduale-Handschri!en aus Kloster Marienthal erhalten. Aus der Spätzeit der Zisterzienser ist uns der berühmte Codex Las Huelgas mit mehrstimmige Musik aus dem Zisterzienserinnenkloster Santa Maria! la Real de Las Huelgas in Burgos, Spanien erhalten geblieben.
PER-SONAT: Sabine Lutzenberger (Sopran und Leitung), Tobie Miller (Sopran und Drehleier), Christine Mothes (Sopran), Baptiste Romain (Fidel)

eine musikalische Führung durch die Fuggerstadt

Samstag, 21.04.2018, 14:30 Uhr
Treffpunkt: Merkurbrunnen, Moritzplatz, Augsburg

"Kurzweil viel ohn´Maß und Ziel" - Musik, Feiern und Freizeit im 16. Jahrhundert - eine musikalische Führung durch die Fuggerstadt
Künstler: Dr. Gregor Nagler (Führung), Christine Olschevsky (Altdulcian), Wolfgang Zahn (Tenordulcian), Markus Bartholomé (Tenordulcian), Angelika Radowitz (Bassdulcian, Ensembleleitung)

Teilnahmegebühr: 15 €
Eine Veranstaltung der Reihe „Die Fugger und die Musik“ der Regio Augsburg Tourismus GmbH in Kooperation mit FAMA e. V.

La Spagna

Musik der Kolonialmacht Spanien im 16. und 17. Jahrhundert
Freitag, 27. April 2018, 19.30 Uhr
Sonderkonzert im Fugger & Welser Erlebnismuseum La Spagna ist der Name einer berühmten Weise, die vom 15. bis zum 17. Jahrhundert in ganz Europa gespielt und von vielen Komponisten als Vorlage benutzt wurde, so auch von Antonio de Cabezon und Diego Ortiz, der als Spanier in Rom lebte. Im Spanien der Renaissance wurde die Musik der franko-flämischen Vokalpolyphonie gepflegt. Josquin des Prez`„Mille Regretz“, das Lieblingslied von Kaiser Karl V, darf nicht fehlen, es zeigt die Wichtigkeit der Musik für den großen Herrscher, der die Künste sehr förderte. Ein großer Einfluss, der aus Spanien nach Europa kam war die Gitarre, darauf wird Musik von Gaspar Sanz zu hören sein, ebenso wie temperamentvolle Musik im Zusammenspiel mit der Blockflöte.
Iris Lichtinger (Renaissance- und Barockblockflöten), Axel Wolf (Laute und Barockgitarre)
Ein Konzert der Reihe „Die Fugger und die Musik“ der Regio Augsburg Tourismus GmbH in Kooperation mit FAMA e. V.

L’Art de toucher le clavecin

zum 350. Geburtsjahr von François Couperin
Sonntag, 23. September 2018, 17 Uhr
Schaezlerpalais, Rokokofestsaal

François Couperin, 1668 in Paris geboren, zählt unstrittig zu den bedeutendsten Komponisten des Barock. Neben zahlreichen kammer-und kirchenmusikalischen Werken bezaubern seine Kompositionen für Cembalo, zwischen 1713 und 1730 in vier Büchern in Paris im Druck erschienen, durch geradezu impressionistisches Kolorit. Ähnlich wie sein etwas jüngerer Zeitgenosse Antoine Watteau „skizzierte“ und „portraitierte“ Couperin Schäfer- und Carnevalszenen, galante Feste, ländliche Vergnügungen und Szenen von fahrenden Spielleuten. Spielten im ersten Buch noch traditionelle Suitensätze wie Allemande und Courante eine formgebende Rolle, so überwiegen im 3. und 4. Buch Charakterstücke mit zum Teil mysteriösen Namen. Als Maître de Clavecin du Duc de Bourgogne war er Cembalolehrer der Prinzessinnen und Prinzen. In seinem knapp gefassten Lehrwerk L’Art de toucher le clavecin vermittelt Couperin wichtige und interessante Aspekte des Cembalospiels.
Michael Eberth (Cembalo)

Musikalische Stadtführung

Samstag, 22. September 2018, 14.30 Uhr
Musik des 16. und 17. Jahrhunderts mit dem Ensemble Dulcisonantes unter der Leitung von Angelika Radowitz

Barocco Fiorentino

Barockmusik aus Florenz - Francesco Maria Veracini zum 250. Todesjahr
Samstag, 20. Oktober 2018, 19 Uhr

Schaezlerpalais, Katharinenkirche
Francesco Maria Veracini (1690-1768), Schüler des Florentiner Domorganisten Giovanni Maria Casini, war Musiker am Hofe des Prinzen Ferdinando de Medici. Nach dessen Tod wirkte er in Venedig, Düsseldorf , London und schließlich Dresden. Dort widmete er Prinz Friedrich August die “12 Sonate per flauto o violino solo e basso” , von denen eine Auswahl im Konzert erklingen wird, neben Werken aus Veracinis Umfeld von Georg Friedrich Händel aus dessen Florentiner Zeit sowie Flötensonaten von Diogenio Bigaglia. Veracinis Verhalten wurde als arrogant und exzentrisch überliefert, Charles Burney berichtet 1789, dass er als „capo pazzo“- als launischer, verrückter Kopf tituliert wurde. Als besonderer Reiz wird bei diesem Konzert ein Nachbau des pianoforte Cristofori als Continuo-Instrument verwendet, das 1700 im Inventar der Musikinstrumentensammlung des Medici-Prinzen als Neu- Erfindung aufgeführt wird, ein arpicimbalo di nuova inventione che fa il piano e il forte.
Iris Lichtinger (Barockblockflöten), Pavel Serbin (Barockcello), Ella Sevskaya (Cristofori-Hammerflügel)
Konzert im Rahmen der Sonderausstellung „Florentiner Malerei des Barock – The Haukohl Family Collection“ im Schaezlerpalais

Dreißigjähriger Krieg, ungarischer Aufstand und die Türken vor Wien

Musik und Texte im Zentrum politischer Spannungsfelder
Sonntag, 4. November 2018, 17 Uhr
Maximilianmuseum, Felicitas-Saal

Dass schwierige Zeiten durch hohe Kreativität und fruchtbare Schaffenskraft kompensiert werden können, ist hinreichend bekannt. Die Dezimierung der Bevölkerung während des Dreißigjährigen Krieges führte zur Entstehung kleiner und kleinster Kompositionsformen. Johann Jakob Froberger kondensierte angesichts von Unbill und Leid seinen Blick aufs Jenseits in einem Memento Mori Froberger für Cembalo, und Alessandro Poglietti verlor gar sein Leben in den Kämpfen um die Belagerung Wiens, nachdem er den ungarischen Aufstand von 1663-1671 musikalisch portraitierte. Zeitgleich konnten Künstler, die das Glück hatten, in Ländern und an Höfen zum Teil weit abseits der Kamp$andlungen angestellt zu sein, in Frieden und Freiheit leben. Das Ensemble Palestra Musica spürt mit süddeutsch-italienischer Musik den Wegen und Irrwegen der Regierenden vergangener Jahrhunderte auf musikalische Weise nach.
Palestra Musica: Hildegard Senninger (Barockvioline), Angelika Radowitz (Tenor- und Bassdulcian), Günter Holzhausen (Violone), Michael Eberth (Cembalo und Orgel), Peter Pius Irl (Sprecher)

Augsburger Weihnacht

Musik des 17. Jahrhunderts zur Weihnachtszeit
Sonntag, 2. Dezember 2018, 17 Uhr
Schaezlerpalais, Katharinenkirche

Für das 10-jährige Jubiläum plant das Forum Alte Musik Augsburg eine neue CD Produktion mit Musik des Frühbarock aus Augsburg und Schwaben, die sich speziell mit Werken um das Weihnachtsfest beschä!igt. Dabei werden durch Ersteinspielungen und Wieder-Uraufführungen vergessene musikalische Juwelen zu hören sein, welche die Bedeutung der Musikkultur der Freien Reichsstadt dieser Epoche unterstreichen. Ensemble des FORUM ALTE MUSIK AUGSBURG und Gäste